Anleitung zum Räuchern

Räuchern – Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wie funktioniert Räuchern?

Bevor wir an die Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Räuchern gehen, eine kurze Zusammenfassung: Wie der Name schon sagt, ist der Rauch der Schlüssel. Der saugt die alten, festsitzenden Energien in sich auf. Wenn der Raum/die Räume geräuchert sind und der Rauch genug Zeit hatte, die alten Energien in sich auf zu nehmen, werden die Fenster geöffnet und mit dem Rauch verschwinden auch die alten Energien. Der Raum ist geklärt und frei für neue Energie.

Das war die Kurzfassung, wie das Ganze im Detail funktioniert und was Du beachten solltest, wenn Du räucherst, erfährst Du in diesem Artikel.

Ich habe außerdem ein Video zu dem Thema gemacht, das kannst Du Dir hier anschauen:

Was bewirkt Räuchern?

Wie bereits gesagt – ein Raum kann nur mit Neuem/Anderem gefüllt werden, wenn Platz dafür ist. In einem Raum, der schon voll ist, ist kein Platz für Neues/Anderes. Putzen und Ausmisten sind tolle Möglichkeiten, um zu reinigen und Platz zu schaffen. Räuchern ist noch kraftvoller, weil es noch tiefer auf der feinstofflichen Ebene wirkt.

Räuchern verhindert, dass du deinen Raum wieder mit den Dingen füllst, die du beim Ausmisten entfernt hast.

Räuchern ist Ausmisten auf der feinstofflichen Ebene (= in Deinem Inneren). So können alte Energien – dazu können auch Verhaltens- und Beziehungsmuster gehören – entfernt werden und neue Energien in den Raum kommen. So können auch neue Dinge/Beziehungen auf der grobstofflichen Ebene (= im Außen) in Dein Leben kommen.

Was bedutet „grobstofflich“ und „feinstofflich“?

Die feinstoffliche Ebene ist immer die Ursache, die Quelle von allem, was auf der grobstofflichen Ebene existiert. Dein Vorstellungskraft, Dein Denken, Deine Überzeugungen, etc. – sie definieren Deinen inneren Raum. Das ist die feinstoffliche Ebene, welche die Form vorgibt, die Dein Leben auf der äußeren Ebene annimmt.

Umgekehrt ist alles, was auf der äußeren, materiellen Ebene existiert, ein Abbild der feinstofflichen Ebene.

Während Putzen und Ausmisten vor allem auf der äußeren, grobstofflichen Ebene reinigen, geht es beim Räuchern in erster Linie um die Reinigung der feinstofflichen Ebene, des inneren Raumes. Es ist daher gut möglich, dass dir das Ausmisten Deiner physischen Dinge leichter fällt, wenn du zuerst räucherst. Spür einfach selber mal rein, was sich für dich nach einer passenden Reihenfolge anfühlt.

Wenn dein Raum zum Beispiel dazu neigt, schnell in Unordnung und Chaos zu geraten, wenn sich immer wieder Haufen von Sachen ansammeln, auch, wenn du immer wieder aufräumst – dann ist offensichtlich, dass Aufräumen keine ausreichende Lösung ist. Du tust es ja, aber es entsteht trotzdem immer wieder Chaos.

Hier wird erst eine Lösung greifen, die im Innen ansetzt.

Wenn der innere Raum aufgeräumt und geklärt ist, dann entsteht ganz automatisch auch Klarheit und Ordnung im Außen.

Und zwar von ganz alleine, ohne, dass du ständig mit Aufräumen beschäftigt bist. Wenn in dir alles seinen Platz hat, dann findet auch alles in deinem äußeren Raum seinen Platz. Es gibt viele Möglichkeiten, Deinen inneren und Deinen äußeren Raum zu klären.

Auch wenn es immer auf die konkrete Situation ankommt, was das Mittel der Wahl ist, und es keine allgemeinen Lösungen gibt, ist das Räuchern für mich doch so etwas wie ein Universalmittel. Vorausgesetzt natürlich, Du machst es richtig und hast Lust dazu.

Das Tolle am Räuchern ist, dass es in seiner Anwendung nicht begrenzt ist, d. h., es spielt keine Rolle, was Du gerne in deinen Räumen klären möchtest und auch nicht, ob Dir alles, was du klären möchtest bewusst ist.

Du kannst während des Räucherns einfach innerlich in die Haltung gehen, dass Du das loslässt, was Dir jetzt nicht mehr dient und wofür es jetzt Zeit ist zu gehen. Mehr brauchst Du nicht tun, den Rest erledigt der Rauch und, wenn Du sie darum bittest, auch Deine geistigen Helfer.

Bleibt noch die Anleitung – wie du richtig räucherst und was du dazu brauchst:

Was du zu Räuchern brauchst

  1. Aktivkohle;
  2. Räucherwerk – Es gibt viele verschiedene Sorten für so gut wie jedes Thema – z. B. Fülle, Hausreinigung, Erkältung, you name it. Woher Du weißt, welches das Richtige für Dich ist? Wenn es nicht ganz so offensichtlich ist bzw. mehrere in Frage kommen, dann nimm das, worauf Du am meisten Lust hast, das ist das Richtige. Was immer geht: Liebe. Wie im sonstigen Leben auch, ist Liebe auch beim Räuchern das „Allround-Heilmittel“. Ganz logisch, wenn alles im Grunde aus Licht und Liebe besteht, dann reinigt und befreit Liebe eben auch alles, was nicht Liebe ist, ganz unabhängig vom konkreten Thema.
  3. Räucherzange – die brauchst Du, um die Aktivkohle halten zu können während Du sie anzündest;
  4. ein feuerfestes Gefäß – es gibt spezielle Schwenker und sonstige Gefäße dafür zu kaufen. Du kannst aber auch einfach eine feuerfeste Schale, z. B. einen Blumentopf nehmen. Achte darauf, dass Du das Gefäß auch wenn es warm wird, tragen kannst, denn Du willst ja damit durch Deine Wohnung gehen.
  5. Sand – Dort, wo Du Dein Räucherwerk kaufst, gibt es meist auch das Zubehör dazu, auch „Räuchersand“. Mein Tip: schau mal in Deiner Drogerie in der Haustierzubehör-Abteilung, da gibt es Vogelsand – der kostet einen Bruchteil, ist aber das Gleiche – Sand eben. 🙂
  6. Einen kleinen Löffel (aus Metall), mit dem Du das Räucherwerk auf der Kohle platzieren kannst; ja, die kann man natürlich auch kaufen, aber ich vermute mal, Du hast einen Teelöffel. Der tut es auch.
  7. Feuerzeug/Streichholz

Wenn Du Dich also für eine Räuchermischung entschieden hast und alle Materialien beisammen hast, kann es losgehen. Lies Dir am besten einmal die ganze Anleitung durch, bevor Du loslegst.

Wie geht Räuchern – Schritt für Schritt

Vorbereitungen

  1. Stelle sicher, dass alle Fenster und Türen zu Deiner Wohnung/Deinem Haus/Deinem Raum geschlossen sind. Der Rauch soll ja nicht sofort verschwinden, sondern erstmal im Raum bleiben um die alten Energien aufnehmen zu können.
  2. Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass Deine Rauchmelder ausgelöst werden. Wenn Du die Möglichkeit hast, sie auszuschalten bevor Du beginnst, dann ist das natürlich für Deinen „Räucher-Flow“ angenehmer. Denk aber auf jeden Fall dran, sie hinterher wieder zu montieren/einzuschalten! Wenn Du Deine Rauchmelder nicht abnehmen/ausschalten kannst, dann sei vorbereitet, dass sie von sich hören lassen werden, bzw., dass Du herausfindets, bei welchen von ihnen neue Batterien angesagt sind … Stell dir also eine Leiter bereit.
  3. Das Wichtigste: ich sage es oft, so auch hier: wie Du etwas tust ist wichtiger oder mindestens genauso wichtig wie das, was Du tust. Also nimm Dir einen Augenblick Zeit um bewusst mit Deinem Raum/Deinen Räumen in Verbindung zu gehen, mit Deiner Absicht, sie zu klären. Wenn es ein bestimmtes Thema ist, das Du klären möchtest, dann mache es Dir bewusst. Bedanke Dich für das Alte, was Du mit dem Räuchern jetzt loslassen wirst und sag ja zu dem Neuen, womit du den Raum füllen (lassen) möchtest.
  4. Wenn Du magst: Lade Deine geistigen Helfer ein, Dich beim Räuchern zu unterstützen, so dass es zu Deinem Wohle und zum Wohle aller Beteiligten sein möge (wir sind ja keine Inseln sondern leben mit anderen in einem kleinen oder größeren Ökosystem – seien es Nachbarn, Mitbewohner, Familie, etc.). Du hast bisher noch keinen Kontakt zu Deinen geistigen Helfern und bist Dir nicht sicher wie das geht, oder ob Du überhaupt welche hast? Wir alle haben geistige Helfer. Es macht nichts, wenn Du sie (noch) nicht wahrnimmst, Du kannst sie einfach trotzdem bitten – das erhöht übrigens die Chancen, dass Du sie wahrnimmst. Sieh es einfach spielerisch. Und keine Sorge, das ist sozusagen ein Bonus. Es funktioniert auch so.
  5. Falls Dir danach ist, mach Dir gerne Musik dazu an.

Jetzt geht’s los

  1. Schütte reichlich Sand in das feuerfeste Gefäß
  2. Nimm ein Stück Aktivkohle mit der Zange und zünde es an. Die Kohle geht dann nicht in Flammen auf, sondern es entstehen kleine Funken und Du hörst vielleicht ein Knistern und siehst wie die Funken in der Kohle umherspringen.
  3. Leg die Kohle auf den Sand, mit der kleinen Kuhle nach oben. Da kommt später die Räuchermischung drauf.
  4. Erstmal heißt es jedoch abwarten, bis die Kohle durchgeglüht ist. Woher weißt Du, wann das ist? Wenn die Kohle ihre Farbe von schwarz zu grau/weiß geändert hat.
  5. Jetzt kannst Du mit dem Löffel ein kleines Häufchen Räucherwerk in die Mulde auf der Kohle streuen. Es sollte dann auch anfangen zu rauchen – und zu gut zu duften (Du solltest den Rauch trotzdem nicht unbedingt zu doll einatmen, denn auch wenn die Räuchermischung natürlich ist – Rauch in der Lunge ist einfach nicht so prickelnd).
  6. Jetzt verteilst Du den Rauch im ganzen Raum bzw. der ganzen Wohnung, die Du reinigen willst, indem Du das Gefäß nimmst und damit durch die Räume gehst. Verteile den Rauch auch indem Du ihn mit einer Hand dorthin fächerst, wo er sich nicht von alleine verteilt. Sei gründlich und gehe auch in die Ecken (der prime spot, wo sich alte Energien gerne ansammeln), öffne Schränke und Schubladen und fächere auch dort Rauch hin. Halte das Gefäß auch in die Höhe und zum Boden hin. So lange, bis Du das Gefühl hast, Du bist überall gewesen und der Rauch ist in alle Ecken und Winkel vorgedrungen. Je nachdem wie groß deine Wohnung ist, kann es sein, dass Du zwischendurch etwas von der Räuchermischung nachlegen musst.
  7. Wenn ich fertig bin, das Räucherwerk aber noch nicht verbraucht ist, stelle ich den Topf gerne in die Nähe der Eingangstür zu meiner Wohnung, weil von hier die meisten Energien in die Wohnung kommen (achte darauf, dass du das Gefäß auf einen hitzebeständigen Untergrund stellst, z. B. einen Untersetzer für deine Kochtöpfe ö. ä.). Oder ich stelle es in die Badewanne – hier gibt’s nichts, was Feuer fangen könnte. Du solltest natürlich auf keinen Fall glühende Kohle in deiner Wohnung unbeaufsichtigt lassen, egal wie scheinbar „sicher“ Du sie platziert hast!
  8. Jetzt heißt es warten. Ca. 20 Minuten sollte der Rauch wirken.
  9. Danach öffnest Du die Fenster, so dass die frische Luft von draußen gut durchziehen und der Rauch raus kann. Auch das ist ein guter Moment um Dich nochmal zu bedanken – bei Deinen Räumen, bei dem Alten, dass Du nun verabschiedet hast und falls Du sie eingeladen hast, bei Deinen geistigen Helfern, für die Unterstützung. Denke auch dran Dich bei Dir selbst zu bedanken, z. B. dafür, dass Du es Dir selbst wert bist, Dir Deine Räume so zu gestalten, dass sie Dir gut tun. Du kannst auch das Neue begrüßen und willkommen heißen, für das du jetzt Raum in deinem Leben geschaffen hast. Et voilà.

Wenn du deine Erfahrung mit dem Räuchern gerne teilen magst, dann hinterlass einfach einen Kommnetar unter diesem Artikel. Genauso kannst du dort gerne Fragen zu diesem Thema teilen.

Sarine Turhede

Sarine Turhede ist spirituelle Beraterin mit Fokus auf ganzheitliche Raumgestaltung. Auf ihrem Blog teilt sie Wissen, wie jede*r für sich die eigenen Räume in Kraftplätze verwandeln kann. Bei Bedarf an individuellen, maßgeschneiderten Lösungen kannst Du hier persönliche Beratungen mit Sarine buchen.

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