Umzugsgedanken – Bloggen oder Vloggen, wie es hier wietergeht, Monetarisierung von Inhalten

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Bloggen oder Vloggen? Während ich so meine Kisten ausgepackt und mein Leben neu sortiert habe, ordneten sich auch einige Gedanken in mir neu. Und zwar über die Zukunft meines Blogs und verschiedener Alternativen. Ich bin gespannt, wie Du darüber denkst.

Da ich in letzter Zeit selber öfter Vlogs schaue und besonders gerne solche, bei denen aufgeräumt, umgeräumt, neu gestaltet wird, habe ich mich gefilmt, als es gestern endlich so weit war, mich dem Auspacken und Einräumen zu widmen. Dabei wurde mir klar, aus welchem Grund ich lieber blogge, obwohl ich ja sogar mal Film studiert habe und mir viele Aspekte daran auch beim Machen gefallen.

Was mich am Filmen nervt

Ganz ehrlich: Für mich wird der Schnitt zum Verhängnis. Da gibt es so viele Aspekte, auf die ich keine Lust habe, dass daran tatsächlich schon mal die Fertigstellung scheitert!

Ich mag es nicht, wenn mir etwas nicht gefällt und ich es eigentlich neu drehen müsste.

Ich mag es nicht, wenn ich etwas vergessen habe und es eigentlich neu drehen müsste.

Ich mag es nicht, mir mehrfach mein Filmmaterial anzuschauen. Da werde ich komisch im Kopf.

Außerdem: der viele Speicherplatz. Ich habe zwar eine externe Festplatte, extra für Filmmaterial, aber irgendwie missfällt es mir trotzdem, so viel Speicher zu benötigen.

Manchmal, wenn mir Dinge keine Freude machen, dann liegt es daran, dass ich mir einfach nicht die Zeit gebe und die nötige Geduld dafür aufbringe. Irgendwann stelle ich dann fest, dass es wirklich nur daran lag und mir die Sache an sich sehr wohl Spaß macht.

Vielleicht mehr Hingabe?

Ich könnte mir vorstellen, dass das beim Vloggen/Filmen tatsächlich bei mir ein wenig so ist – weil ich im Schreiben und Fotografieren einfach geübter bin und es dementsprechend flüssiger von der Hand geht. Es könnte also eine schöne Hingabeübung sein, mehr zu filmen. Denn Tatsache ist, auch ein Blogartikel braucht seine Zeit, bis alle Schritte des Arbeitsprozesses erledigt sind – es fällt mir nur nicht mehr so auf, weil ich es gewohnt bin.

Davon abgesehen hat das Bloggen für mich jedoch etwas, was auf eine ganz natürliche Art Achtsamkeit erzeugt: Wenn ich einen Text schreibe, dann stelle ich mir Fragen und es entsteht in mir ein Bewusstsein über meine Gedanken. Ich schreibe drauf los, überlege, wie ich meine Gedanken noch treffender formulieren kann, so dass sie für andere verständlich werden und oft entsteht dabei in mir ein neues Verständnis darüber, was ich wirklich denke.

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In meiner Bald-nicht-mehr-meiner-Küche

Bloggen = Schreiben + Fotografie = Bewusste Wahrnehmung

Wenn ich dazu noch die Fotografie nehme, mit der ich viele meiner Artikel ergänze, dann habe ich manchmal einfach nur Freude daran, ein Selbstporträt zu inszenieren – manchmal erzählen die Bilderserien aber auch eine eigene Geschichte, parallel/ergänzend zum Text und man kann einfach nur durchscrollen (bei einem Video könnte man natürlich auch „durchspringen“, aber den Inhalt kann man dabei nicht unbedingt erfassen).

Das hat dann vielleicht nicht so viel mit Achtsamkeit aus Leserperspektive zu tun, aber für mich löst Fotografie ganz oft eine gesteigerte Wertschätzung aus. Weil für mich mit einer Spiegel-Reflex-Kamera einfach alles mehr besonders aussieht. Anstatt dass alles perfekt sein muss, damit sich ein schöner Schein inszenieren lässt, wird alles durch den Blick durch die Kamera besonders. Natürlich komponiere ich auch mal ein Bild, damit es die Stimmung, die ich wiedergeben möchte, besser ausdrückt. Aber ich habe (bisher jedenfalls) nicht das Bedürfnis gehabt, mir extra Dinge zuzulegen, damit ich meinen Instagram-Feed auf eine gewisse Weise darstellen kann. Verstehst Du, was ich meine?

Beim Filmen habe ich irgendwie immer so diese Haltung „So, ich mach jetzt einfach mal drauf los, hinterher kann man das ja schneiden oder nachdrehen“ – wozu ich dann keine Lust habe. Oder ich mache mir einen Leitfaden und komme dann doch vom Skript ab und es kommt etwas ganz anderes dabei heraus – und meistens nichts, was für irgendwen außer mir selbst relevant ist (und manchmal nichtmal das). Ich fühle mich beim Filmen irgendwie nicht so kompetent/geübt darin, den Fluss zu dirigieren. Habe ich Lust, das zu ändern? Zu üben? Das ist, glaube ich, die Frage, die ich momentan noch nicht so recht beantworten kann.

„Mit Videos lässt sich leichter Geld verdienen“

Was sicher in der Bloggen oder Vloggen-Frage eine Rolle spielt, ist der Gedanke: Videos auf YouTube lassen sich (leichter) monetarisieren als Blog-Artikel. Ich glaube, da ist einerseits etwas dran (auch wenn das eine sehr vereinfachte Sicht mit vielen Faktoren und einigen „Abers“ ist), andererseits: Was nützt es, wenn mir das Video-Produzieren nicht genug Freude bereitet, um die Arbeit auch zu Ende zu bringen!? 🙂

Ich mache mir in letzter Zeit mehr Gedanken zu dem Thema direkte Monetarisierung meiner Inhalte. Das fing an, als mir klar wurde, dass ich kein Interesse daran habe, meinen Blog nur unter dem Aspekt zu führen, dass es eine „Werbemaßnahme“ für meine Coachings und mein Feng Shui ist. Und kein rein persönliches Tagebuch, was „zufällig“ öffentlich steht.

Für mich hat das Bloggen – sowohl aus Produzentinnen- als auch aus Konsumentinnen-Sicht – einen viel höheren Eigenwert. Also liegt natürlich auch der Gedanke nahe, ob ich vielleicht einen Fokus-Wandel anstreben möchte und andere Einnahmequellen – wie eben zum Beispiel direkte Monetarisierung von Videos und Artikeln – in Betracht ziehen. Da werde ich bestimmt auch noch dazu schreiben, denn das ist ja auch ein ganz spannendes Thema, gerade in Hinblick auf das spirituelle Feld, zu dem ich mich zähle.

Mein vorläufiges Fazit und Empfehlungen:

Man kommt bei der Umsetzung zu mehr Erkenntnissen als beim Theoretisieren.

Empfehlung: Mach lieber einen Vlog oder Blog oder Podcasts, anstatt Dich zu fragen, ob Du es tun solltest. Diese Frage, ob wir etwas machen sollten ist übrigens ein Impuls es zu tun – sonst würdest Du Dir die Frage nicht stellen. Und wenn es nur dazu ist, dass du beim Vloggen feststellst, dass Du eigentlich lieber bloggst. 😉 Also: Was fragst Du Dich gerade, ob Du es wohl tun solltest?

Nicht zu früh das Handtuch schmeißen:

Ich werde trotz meiner Erkenntnis, dass ich wohl lieber blogge, die Hingabe-Herausforderung annehmen und den Vlog fertig machen. Vielleicht einfach nur um ein für alle Male zu entscheiden, dass ich wirklich keine Lust auf den Filmproduktionsprozess habe (dann wird nämlich auch die Frage hinfällig, ob ich mir nicht doch mal eine Filmkamera zulegen möchte). Vielleicht überrascht mich aber auch das Ergebnis, wenn ich mich so richtig offen darauf einlasse. Wäre nicht das erste Mal. Das hat durchaus auch etwas mit Resonanz aus dem Außen zu tun. Und die gibt es nunmal nicht für ein halbfertiges Video in der metaphorischen Schublade …

Empfehlung: Wenn Du meinst zu merken, etwas ist nicht Dein Ding – gestatte Dir, es dennoch zum Abschluss zu bringen. Vielleicht bist Du einfach nur in einer selbstzweiflerischen Phase. Und wenn Du hinterher merkst, der Zweifel war berechtigt – dann hast Du einfach diese absolute Gewissheit und wirst Dich nicht mehr fragen, ob Du nicht doch vielleicht xy solltest. Unfertige Projekte haben die Angewohnheit, einen nicht in Ruhe zu lassen, sie immer wieder aufnehmen zu wollen.

Ausnahme

Achtung: diese Empfehlung gilt nur für Dinge, die Du immer wieder mal beginnst und nicht oder nur ab und zu zum Abschluss bringst. Es ist dieses Unabgeschlossene, das dich sozusagen in einer Schleife hält – nicht die Sache an sich. Wenn Du in einer Situation bist, wo Du feststellst, Du bist irgendwie im falschen Film und Du solltest lieber an anderer Stelle sein, dann ist das etwas anderes und musst natürlich nicht ausharren. Ich denke, Du kannst den Unterschied wahrnehmen – falls nicht, schreib mir gerne.

Das waren also die Gedanken, die mich während des Umzugs beschäftigt haben. Was das Blog-/Video-Thema angeht, würde mich sehr interessieren, wie Du darüber denkst. Sowohl aus der Perspektive als Leser:in/Zuschauer:in als auch aus der Perspektive der/des Kreativen: Was ist Dein Lieblingsmedium und was gefällt Dir daran so gut? Schreib mir Deinen Kommentar hierzu unter dem Artikel.

Ich bin sehr gespannt auf Deine Rückmeldung.

Alles Liebe,

Sarine

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