Affirmationen – Wirkung, richtige Anwendung und Gefahren

Was wäre persönliche Entwicklung ohne Affirmationen? Wenn bei dir allein das Wort den Würgereflex auslöst, dann lies bitte weiter. Denn es gibt viele Missverständnisse und Illusionen rund um dieses Thema, die dazu führen können, dass dir Fehler bei der Anwendung unterlaufen und du frustriert bist. Manchmal ist das Zufall, aber manchmal ist das auch in Kauf genommene Nachlässigkeit seitens eines Anbieters.

Denn wie bei so vielen Dingen im Bereich der persönlichen Entwicklung, so lässt sich nämlich auch dieses Werkzeug prima dazu nutzen, tolle Verpackungen mit wenig oder dem falschen Inhalt zu verkaufen. Aber nur, weil dir das falsche Werkzeug (oder die falsche Anleitung) verkauft wurde, ist das Werkzeug an sich nicht schlecht.

In diesem Artikel teile ich mit Dir meinen Standpunkt als spiritueller Life Coach, die mit Energien und dem Gestz der Anziehung arbeitet (noch so ein Phänomen, das gerne missverstanden wird 😉 ).

Ich möchte dir damit einen Überblick bieten und Klarheit schaffen: was Affirmationen sind, wie sie funktionieren und wie du sie nutzen kannst. Außerdem gehe ich auch darauf ein, woran es liegt, dass Affirmationen nicht funktionieren. Vielleicht kannst vor diesem Hintergrund deine eigenen negativen Erfahrungen besser einordnen.

Schnell zum Punkt kommen? Über das Inhaltsverzeichnis kannst du direkt zu den Stellen springen, die dich gerade ansprechen.

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Was sagt die Wissenschaft?

Du interessierst dich für den wissenschaftlichen Hintergrund von positiven Affirmationen? Öffne einen neuen Reiter für diesen Artikel (auf englisch) auf Positivepsychology.com: Positive Daily Affirmations: Is There Science Behind It?

Was sind Affirmationen?

Das Wort „Affirmation“ kommt aus dem Lateinischen: affirmatiō und bedeutet „Versicherung“, „Beteuerung“.

Wenn du dich mit persönlicher Entwicklung beschäftigst, dauert es nicht lange, bis der Begriff „Affirmation“ auftaucht. Gemeint sind in diesem Zusammenhang Sätze, welche eine positive Aussage treffen. Genauer gesagt geht es nicht um irgendeine positive Aussage. Es geht vielmehr um Aussagen, die eine bestärkende Wirkung auf uns haben (sollen).

Was bewirken Affirmationen?

Im Kern geht es bei der Arbeit mit Affirmationen darum, sich selbst das Leben zu erschaffen, das wir uns wünschen. Wer mit Affirmationen arbeitet, ist genau davon überzeugt: Dass unser Leben nicht von Zufällen und äußeren Faktoren bestimmt wird, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.

Vielmehr wird das Leben aus dieser Perspektive davon bestimmt, wie wir uns angesichts der äußeren Umstände verhalten. Zu welchen Entscheidungen uns unsere Erfahrungen bewegen.

Wer mit Affirmationen arbeitet, will in diesen – oft unbewussten und dadurch automatischen – Entscheidungsprozess eingreifen und so selbst die Resultate bestimmen.

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Das Arbeiten mit Affirmationen basiert auf diesen Annahmen:

  1. Dass unser Leben vor allem das Resultat unserer Entscheidungen/Handlungen ist.
  2. Dass unsere Handlungen auf dem basieren, was wir für wahr halten. (Das, was wir für wahr halten, wird häufig als Glaubenssatz bezeichnet.)
  3. Dass das, was wir für wahr halten, von unseren Erfahrungen abhängt.
  4. Dass wir unsere Handlungen und somit unser Leben ändern können.

Dies tun wir, indem wir

  1. uns bewusst machen, auf welchem Glaubenssatz die Handlung basiert,
  2. evaluieren, ob dieser Glaubenssatz unserem gewünschten Resultat dienlich ist,
  3. uns bewusst machen, welcher Glaubenssatz uns beim Erreichen des von uns gewünschten Zieles am besten unterstützen würde.

Hier kommen die Affirmationen und das Arbeiten damit ins Spiel: Eine Affirmation ist ein Glaubenssatz, der uns einem Ziel näher bringen soll.

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So funktioniert es

Es gibt verschiedene Ansätze dazu, wie ein alter, uns nicht dienlicher Glaubenssatz durch einen anderen, positiven Glaubenssatz ersetzt werden kann.

Manchmal ist es eine neue Erfahrung, die unsere Perspektive ändert und somit auch das, was wir für wahr halten.

Doch was, wenn wir etwas in unserem Leben ändern wollen und dafür nicht auf das Schicksal warten wollen, das uns eine neue Erfahrung präsentiert, die uns einen Perspektivwechsel ermöglicht?

Die Arbeit mit Affirmationen ist eine Möglichkeit, die umgekehrte Richtung einzuschlagen. Also zuerst die Überzeugung zu ändern und somit uns dienlichere Handlungen zu wählen, bessere Erfahrungen zu machen und erwünschte Resultate zu erzielen.

Diese Strategie mit Affirmationen zu arbeiten, wird im Bereich der persönlichen Entwicklung besonders gerne genutzt, wenn es um Themen wie Geld, Erfolg, glückliche Beziehungen, Selbstbewusstsein oder Gesundheit geht.

Wer mit Affirmationen arbeitet, lebt in dem Bewusstsein, dass es etwas gibt, was ihm momentan auf der äußeren, sichtbaren Ebene fehlt, das aber grundsätzlich erreichbar ist – weil es auf der feinstofflichen Ebene bereits vorhanden ist. Die Person sieht sich lediglich durch einen nicht dienlichen Glaubenssatz getrennt vom Ziel. Oder positiv formuliert: Die Person ist überzeugt, das Ziel mit dem richtigen Glaubenssatz, einer passenden Affirmation, erreichen zu können.

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Wer sich mit Affirmationen beschäftigt, möchte also bewusst etwas in seinem Leben verbessern. Außerdem setzt das Arbeiten mit Affirmationen nicht zuerst auf der Handlungsebene an, sondern auf der Bewusstseinsebene.

Wer mit Affirmationen arbeitet, sieht sein Leben als Resultat seiner Glaubenssätze. Er/Sie spürt die Glaubenssätze auf, die den unerwünschten Resultaten zugrunde liegen und überlegt sich bewusst, welche Glaubenssätze zielführend sind.

Woher kommen negative Glaubenssätze?

Wir haben negative Glaubenssätze verinnerlicht, weil wir sie immer wieder z. B. von unseren Eltern, von Lehrern oder anderen Menschen in unserer Umgebung zu hören bekamen. Die Arbeit mit Affirmationen setzt auf den gleichen Mechanismus: auf die Macht der Gewohnheit. Es wird lediglich der Inhalt ausgetauscht. Anstatt, dass wir darauf warten, dass jemand anders diese bewusst gewählten, positiven Sätze zu uns sagt, machen wir sie uns immer wieder selber bewusst.

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Welche Affirmationen gibt es?

Jeder Satz, der eine Behauptung aufstellt, kann eine Affirmation sein. Ob diese Behauptung nützlich ist, hängt ganz von deinem Ziel ab.

Du kannst also selber die für dich passenden Affirmationen finden. Wir definieren unsere Ziele häufig darüber, dass wir einen Ist-Zustand nicht mehr möchten. Spüre deine negativen Glaubenssätze auf und überlege, was denn das Gegenteil davon ist. So findest du einen positiven, zielführenden neuen Glaubenssatz.

Beispiel:

Du bist mit deinem Kontostand unzufrieden. Also beginnst du dich mit deinem Verhältnis zu Geld zu beschäftigen und zu beobachten, was die Glaubenssätze sind, nach denen du handelst.

Dabei entdeckst du vielleicht, dass deine impulsiven Frustkäufe auf der Überzeugung basieren:

„Es hat gar keinen Sinn, dass ich versuche, meine Finanzen in den Griff zu bekommen – ich kann einfach nicht mit Geld umgehen.“

Genau genommen stecken hier zwei Überzeugungen drin:

Es ist sinnlos, dass ich mich mit meinen Finanzen beschäftige.

Lässt sich übersetzen mit: es führt zu nichts; ich habe keine Kontrolle; es liegt nicht in meiner Hand; ich bin ohnmächtig; ich bin ausgeliefert; …

Ich kann nicht mit Geld umgehen.

Lässt sich übersetzen mit: es ist wie es ist; es lässt sich nicht ändern; ich werde nie lernen, ein gutes Verhältnis zu Geld zu haben; …

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Die impulsiven Frustkäufe sind also einerseits zwar das Resultat dieser Überzeugungen. Paradoxerweise sind sie aber genau das, was die Überzeugung bewahrheitet. Streng genommen ist es also nicht die Überzeugung an sich, die dir zum Verhängnis wird, sondern die Handlung.

Darum ist es auch nicht schlimm, wenn du beim Arbeiten mit Affirmationen zu Beginn Schwierigkeiten hast, den Inhalt eines selbstgewählten Glaubenssatzes als wahr anzunehmen. Wie könnest du, du bist ja dein bisheriges Leben vom genauen Gegenteil überzeugt gewesen! Es ist die Handlung auf die es ankommt. Wenn du davon überzeugt bist, dass die Handlung, die auf dem neuen Glaubenssatz basiert, dich zu deinem Ziel führt, dann wirst du irgendwann auch den Satz als wahr empfinden. Weil du Erfahrungen aufgrund deiner Handlungen machen wirst, die dich davon überzeugen.

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Wie schreibe ich eine Affirmation?

Bei der Suche nach einer geeigneten Affirmation ist die gegenteilige Formulierung des Ist-Zustandes ein guter Ausgangspunkt. Auf das eben genannte Beispiel bezogen:

„Es ist sinnvoll, dass ich mich bewusst mit meinen Finanzen beschäftige, denn so kann ich mehr darüber lernen. Wenn ich mein Verhältnis zu Geld besser verstehe, dann kann ich es besser steuern.“

Diese Formulierung bildet eine ganz neue Ausgangsbasis für Entscheidungen. Sie ist vielleicht etwas lang, als Affirmation, die du öfter wiederholst. Du kannst versuchen, die Essenz auf eine markante Formulierung zu reduzieren:

Ich kann gut mit Geld umgehen.

Affirmationen Ich kann gut mit Geld umgehen

Der Umgang mit Geld macht mir Spaß.

Affirmationen Der Umgang mit Geld macht mir Spaß

Geld macht mir Freude.

Affirmationen Geld macht mir Freude

Geh es spielerisch an und probiere aus, welche Formulierung sich für dich gut anfühlt.

Wenn du geübt bist im Meditieren, dann kannst du auch zu deinem Thema meditieren und dabei um eine Affirmation dazu bitten.

Du kannst dich auch von anderen inspirieren lassen. Lade dir dazu zum Beispiel meine Affirmationen herunter, indem du meinen Newsletter abonnierst. Ich habe sie bewusst als Desktop-Hintergrund entworfen, da viele von uns täglich lange vor dem Bildschirm sitzen. So fällt das Auge ganz natürlich mehrmals am Tag auf eine bestärkende Affirmation. Vielleicht inspirieren sie dich ja dazu, deine eigenen Affirmationen zu formulieren und zu gestalten.

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Wie gefährlich sind Affirmationen?

Wenn man Affirmationen dazu nutzen kann, um Denkmuster und somit Verhaltensweisen bewusst zu ändern, dann funktioniert das logischerweise in „beide Richtungen“. Sprich: ob dabei etwas Nützliches oder Schädliches herauskommt, hängt vom Inhalt der Affirmation ab.

Allerdings hängt die Wirkweise einer Affirmation ja nicht nur von der Aussage ab. Sie hängt vor allem davon, ob du von der Aussage überzeugt bist. Die „gefährlichsten Affirmationen“ sind vermutlich die Glaubenssätze, die wir bereits in uns tragen, die uns begrenzen. Nicht genug damit, dass sie uns einschränken. Darüber hinaus sind wir uns ihrer nicht bewusst.

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Die einzige Möglichkeit, uns von diesen begrenzenden unbewussten Überzeugungen zu befreien, liegt darin, sie in unser Bewusstsein zu holen. Das tun wir, indem wir unser Leben und vor allem die von uns als negativ erlebten Ereignisse reflektieren und uns fragen, welche Rolle unser eigenes Verhalten darin spielt. So können wir diesen negativen Glaubenssätzen – die ja auch wie Affirmationen wirken, weil es eben Sätze sind, die wir uns innerlich immer wieder sagen – auf die Spur kommen.

Eine dienliche Affirmation bewusst zu wählen, stellt also keine Gefahr dar. Es gibt dennoch ein paar Dinge, auf die du in der Arbeit mit Affirmationen achten solltest.

Die Energie ist wichtiger als die Wortwahl.

Vielleicht hast du eine richtig gute Affirmation formuliert. Wenn dieser Glaubenssatz sich in deinem Leben manifestieren würde, wäre alles bestens. Aber leider ist die Formulierung sehr weit weg von deinem aktuellen tatsächlichen Zustand. So weit, dass du dich nicht dazu bringen kannst, die Affirmation zu glauben, egal wie oft du sie wiederholst. Die Resultate sind dementsprechend, denn das Entscheidende, was du aussendest ist tatsächlich nicht der Wortlaut, sondern die Energie.

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Affirmationen und Selbstzweifel

Wenn eine Affirmation nicht die gewünschte Wirkung erzielt, dann löst das oft Selbstzweifel aus. Dabei ist es wahrscheinlicher, dass die Affirmation nicht passend ist, als dass du etwas in der Anwendung falsch machst.

Wenn dein Satz also zum Beispiel lautet „Ich werde über Nacht zum Millionär, ohne dass ich etwas dafür tun muss“ – dann funktioniert das, wenn du daran glaubst. Wenn du nicht daran glaubst, dann schickst du stattdessen folgende Botschaft aus: „Ich sage mir zwar, dass ich über Nacht zum Millionär werde, ohne dass ich etwas dafür tun muss, aber ich glaube nicht daran“. Du erntest die entsprechende Antwort.

Vielleicht machst du dir selbst sogar Vorwürfe, denn die Theorie hast du doch verstanden: „Du musst nur daran glauben, dann wird es auch wahr.“ So schwer kann das doch nicht sein!? Aber genau das ist es. In der Theorie ganz leicht zu verstehen, in der Praxis braucht es Übung, um das Selbstvertrauen aufzubauen.

Was zu tun ist

Bleib in der Selbstbeobachtung. Wenn eine Affirmation nicht funktioniert, dann frage dich, warum du nicht in Einklang mit ihr kommen kannst. Vielleicht gibt es hier einen unbewussten Schattenaspekt, der von dir gesehen werden will.

Als nächstes frage dich, wie eine Variation aussehen könnte, die für dein jetziges Ich glaubwürdiger ist. Es wird oft suggeriert, dass der Witz an Affirmationen und am Gesetz der Anziehung sei, „ganz einfach“ riesige Quantensprünge machen zu können. Meiner Beobachtung nach sind diese Quantensprünge und riesigen Entwicklungsschübe nicht das „Tagesgeschäft“ deiner persönlichen Entwicklung. Sie sind dann möglich, wenn in Wahrheit schon ein längerer innerer Reifeprozess stattgefunden hat.

Meistens geht es im Alltag darum, sich den nächsten kleinen Schritt zu suchen – anstatt sich immer wieder Hindernisse vorzunehmen, die so hoch sind, dass wir permanent scheitern. Es sind die kleinen Schritte, die zu den kleinen Erfolgen führen. Das baut uns auf und gibt uns das Gefühl, dass wir mit unseren Handlungen unser Leben bewusst gestalten können. Je besser wir darin werden, desto größer können mit der Zeit auch unsere Schritte werden.

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Wenn die von dir formulierte Affirmation zu weit weg von deinem nächsten kleinen Schritt ist, dann suche nach einer neuen Formulierung. Beobachte dabei deine innere Reaktion darauf, dein Gefühl dazu. So erkennst du, was eine gute Affirmation für deinen nächsten Schritt ist.

Energetische Impulse, die nicht in Handlung gebracht werden, können dich belasten.

Wenn du mit Affirmationen arbeitest, dann geht es nicht darum, dass sich Dinge „wie von Zauberhand“ von alleine bewegen. Das kann zu einem gewissen Grad dazu gehören. Vor allem aber senden wir sozusagen „Bestellungen“ für Impulse aus. Diesen Impulsen sollten wir dann auch folgen, denn sie führen uns ja zu unserem Ziel. Ein häufiger Irrtum bei der Arbeit mit Affirmationen ist es, zu glauben, wir bräuchten nichts weiter tun, als die Affirmationen zu wiederholen.

Ein Impuls ist eine spontane Eingabe, die uns das starke Gefühl gibt, sofort etwas Bestimmtes tun zu wollen – ohne dass uns ein Grund dafür ersichtlich wäre. Meist lassen diese Impulse gar nicht erahnen, dass sie etwas mit unserer „Bestellung“ zu tun haben.

Wann das Arbeiten mit Affirmationen zu körperlichen Symptomen führt

Wer viel „im Kopf ist“, tut sich erstmal schwer damit, sich darauf einzulassen oder übersieht diese Impulse. Doch unsere Seele kennt uns und wählt die Sprache, die wir verstehen. Es gibt also mehr als eine Chance, einen Impuls zu einer inspirierten Handlung zu erhalten.

Problematisch wird es erst, wenn wir uns diesen Impulsen wiederholt entziehen, wenn wir regelrecht Energie aufbringen, uns ihnen zu versperren. Dann kann es sein, dass wir körperliche Symptome wie Müdigkeit oder Kopfschmerzen entwickeln. Die Energie, nach der wir gerufen haben, die wir zugleich durch unseren Widerstand am Fließen hindern, staut sich in uns an und verursacht die körperlichen Symptome.

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Dies kann vor allem dann passieren, wenn wir beginnen mit Energien arbeiten und uns zugleich die Erfahrung/Übung darin fehlt, uns selbst zu beobachten und unsere Körpersprache zu deuten. In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, sich professionelle Unterstützung zu holen und z. B. mit einem Coach zu arbeiten, die/der Energiearbeit versteht und praktiziert.

Die Angst, etwas falsch zu machen, kann selbst eine Gefahrenquelle sein.

Wenn du einmal beginnst zu verstehen, wie sehr dein Leben von Glaubenssätzen bestimmt ist, dann wird vieles einfacher. Zugleich ist diese neue Sichtweise jedoch ungewohnt und wenn etwas neu ist, dann löst das in uns auch Angst aus. Gerade, wenn es darum geht, grundlegende Dinge an uns oder unserem Leben zu verändern, dann wollen wir natürlich, dass es funktioniert. Wir wollen gerne vermeiden, dass wir durch Unwissenheit etwas falsch machen, dass uns schaden könnte. Gleichzeitig bestimmt unsere Angst das Ergebnis mit – jedenfalls, wenn wir ihr übermäßig viel Gewicht verleihen.

Hilfreiche Sichtweisen, aus denen du auch Affirmationen für dich formulieren kannst, sind folgende:

Ich bin von einer höheren Macht geleitet, die mir wohlgesonnen ist.

Affirmationen Ich bin von einer höheren Macht geleitet, die mir wohlgesonnen ist.

Ich vertraue darauf, dass ich die Information, die ich bekomme, richtig deute.

Affirmationen Ich vertraue darauf, dass ich die Information, die ich bekomme, richtig deute.

Ich vertraue darauf, dass ich von Tag zu Tag immer besser darin werde, meine innere Stimme wahrzunehmen und ihr zu vertrauen.

Affirmationen Ich werde von Tag zu Tag immer besser darin, meine innere Stimme wahrzunehmen und ihr zu vertrauen.

Ich vertraue darauf, dass die Fehler, die ich mache, mir neue Erkenntnisse bringen und auch Teil meines Weges sind.

Affirmationwn Ich vertraue darauf, dass die Fehler, die ich mache, mir neue Erkenntnisse bringen und auch Teil meines Weges sind.

Ich vertraue darauf, dass alles, was ich tue und alles, was mir begegnet, zu meinem Wohl ist. Ich vertraue auch darauf, wenn dies nicht immer sofort offensichtlich ist.

Affirmationen Ich vertraue darauf, dass alles, was ich tue und alles, was mir begegnet, zu meinem Wohl ist.

Kritik an der Arbeit mit Affirmationen

Eine häufige Kritik an Affirmationen und der Arbeit damit ist, dass sie suggerieren, es sei ganz einfach, Probleme zu lösen – obwohl das in Wahrheit nicht stimme. Dass sich nicht alle Ursachen für Probleme auf Glaubenssätze reduzieren ließen.

Das ist natürlich schon ein Glaubenssatz an sich: „Es kann ja nicht so einfach sein.“ 🙂

Die Wahrheit liegt – wie sollte es auch anders sein – in der Mitte. Das Leben mag komplex sein, aber es ist nicht kompliziert. Genauso ist es mit der Wahrheit. Mag sein, dass der Großteil unseres Lebens von Glaubenssätzen bestimmt wird und sich viele Probleme einfacher lösen lassen würden, wenn sich mehr Menschen darüber bewusst wären. Doch es gibt einen Faktor, der dafür sorgt, dass das Ganze in der Praxis dann doch nicht so einfach ist. Und der hat nichts mit mangelndem Bewusstsein für Glaubenssätze zu tun.

Folgendes wird in der Arbeit mit Glaubenssätzen und Affirmationen und überhaupt mit dem Gesetz der Anziehung viel zu wenig thematisiert: Wir sind kein unbeschriebenes Blatt Papier, auf das zufällig alle möglichen Glaubenssätze geschrieben wurden, die wir nun, nach der Entdeckung, dass es Glaubenssätze gibt, nach Belieben löschen und umschreiben können. Was wir uns wirklich wünschen und was uns dient, ist nicht beliebig.

Warum das Gesetz der Anziehung nicht funktioniert

Es gibt einen sogenannten Seelenplan, also bestimmte Erfahrungen, die unsere Seele bereits vor ihrer Inkarnation für dieses Leben gewählt hat. Dies ist uns jedoch nicht oder zumindest nicht vollständig bewusst. Es kann also sein, dass du zunächst begeistert bist von der Entdeckung, dass es das Gesetz der Anziehung gibt. Du machst dich daran, deine begrenzenden Glaubenssätze ausfindig zu machen, dir tolle Affirmationen auszudenken und dir dein Traumleben zu kreieren.

Doch ab einem gewissen Punkt funktioniert das, was zunächst ein Befreiungsschlag war, nicht mehr. Du stehst wieder vor einer Wand.

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Du bist nicht Millionärin mit einem Haus in der Karibik und einem erfüllenden Seelenbusiness, dessen Tagesgeschäft zum Großteil von deinem Team erledigt wird, so dass du dich auf den Teil konzentrieren kannst, den du liebst. Und der Coach, von dem du doch lernen wolltest, wie du dein bestes Leben manifestierst, gibt dir irgendwie nur das Gefühl, dass du entweder noch nicht genug überzeugt bist von deiner Vision, oder dass du zu wenig in Handlung gehst.

Das ist auch ein Teil der Wahrheit. Aber der wirklich interessante Teil, der dich aus dieser Situation befreien könnte, der bleibt meist unausgesprochen: Es gibt einen Grund dafür, warum du deiner Vision nicht glaubst. Oder warum du nicht in Handlung gehst. Und der hat nichts damit zu tun, dass du dich nicht „groß traust“, dass du es dir nicht erlaubst reich/schön/erfolgreich … zu sein.

Passen Affirmationen zu deinem Seelenplan?

Dieser Grund ist dein Seelenplan. Deine Seele möchte etwas ganz anderes erleben. Etwas, das nicht auf deinem Vision-Board zu sehen ist. Etwas, das nicht das ist, was dein Verstand meint, wollen zu sollen.

Wenn es eine Gefahr im Zusammenhang mit Affirmationen und dem Gesetz der Anziehung gibt, dann die: Dass wir glauben (und dieser Glaube wird von diversen Angeboten auch schön gefüttert), dass das, was uns zum Glücklichsein fehlt, Dinge sind. Oder Lebensweisen, die es bereits gibt.

Was die Seele wirklich will

Aber der Sinn des Lebens ist nicht am Pool zu liegen. Womit ich nicht sage, dass wir uns diese Dinge vorenthalten sollten. Nach materiellem Reichtum zu streben ist weder falsch, noch „unspirituell“, noch dumm, noch sonst irgendetwas. Es ist nur nicht so wichtig, wie wir oft glauben.

Der Sinn des Lebens, das, wofür du hier bist, ist in aller erster Linie, dich selbst zu erfahren. Zu wachsen. Wenn du dabei bist, einen Weg einzuschlagen, der dich an dem Wachstum, an dem deine Seele eigentlich interessiert ist, hindert – dann wird dir der Weg schwer gemacht. Genau genommen, macht deine Seele selbst ihn dir schwer. Um dich wieder auf deinen Weg zu bringen.

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Oftmals ist die Erfahrung, die du wirklich machen möchtest, gar nicht die, dass sich alles in deinem Leben allein durch deine Vorstellung „wie von selbst“ manifestiert. Es ist gut möglich, dass du in Wahrheit viel lieber erleben möchtest, wie es ist, mithilfe deiner Vorstellungskraft selbst in Aktion zu gehen. Du möchtest erleben, dass deine Handlungen eine Wirkung haben. Dass du in der Lage bist, das Leben, das du dir wünschst, zu kreieren.

Handlung ist nichts Anstrengendes, dass es mittels Affirmationen und/oder Visualisierungen zu umgehen gilt. Handlung ist etwas höchst Befriedigendes, wenn sie zu Ergebnissen führt. Es kommt eben auf die Mischung an. Ein klarer Geist, der kraftvolle Impulse empfangen und geben kann, ist die beste Voraussetzung für zielgerichtete und wirkungsvolle Handlungen. Unser Leben ist die Abbildung von beidem.

Wie lange dauert es, bis Affirmationen wirken?

Wenn du in Übereinstimmung bist mit dem Inhalt der Affirmation, dann wird sich deine „Bestellung“ im Handumdrehen manifestieren. Das heißt, wenn der einzige Grund dafür, dass etwas in deinem Leben fehlt, ist, dass du nicht geäußert hast, dass du es dir wünschst.

Wenn es länger dauert, dann kann es dafür folgende Gründe geben:

Es sind noch Zwischenschritte notwendig, ohne die du dein Ziel nicht erreichen kannst.

Möchtest du zum Beispiel eine glückliche Beziehung manifestieren, dann kann es auch zum richtigen Zeitpunkt sein, dass zuerst ein paar „Aufräumarbeiten“ nötig sind. Dir begegnen z. B. Situationen, die überprüfen, ob das, worum du gebeten hast, wirklich das ist, was du willst. Lass dich davon nicht verunsichern. Übe dich im Vertrauen, dass du dein Ziel erreichen wirst – allein aus dem Grund, dass du bereits unterwegs bist.

Etwas in dir ist in Widerstand zu deinem Wunsch.

Deine Affirmation kann nur wirken und deine „Bestellung“ kann dich nur erreichen, wenn du vollständig in Resonanz mit ihr bist. Wenn du also feststellst, dass du alle Schritte gehst, und sich alle möglichen Dinge bewegen, aber nicht das Thema, zu dem du eigentlich die „Bestellung“ aufgegeben hast – dann kann es sein, dass du dich selbst blockierst. Genauer gesagt ein Teil von dir, der das Ziel geradezu als Gefahr für etwas sieht, was du dir viel mehr wünschst.

Das ist sogar logisch. Wenn es nicht diesen inneren Widerstand geben würde, dann hättest du vermutlich bereits das, was du dir wünschst.

Frage dich: Inwiefern dient mir der jetzige Zustand, so, wie er ist? Was könnte es für negative Konsequenzen haben, wenn mein Wunsch in Erfüllung ginge?

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Ein Beispiel aus meinem eigenen Leben: eine Geldblockade löste sich, als mir bewusst wurde, was hinter dem Wunsch, „ganz viel Geld“ zu haben steckte. Es stellte sich heraus, dass daran die Vorstellung geknüpft war, dass ich dann in all meine Entscheidungen stets unabhängig von meinem Partner treffen könnte und einfach tun und lassen, was ich wollte. Sprich: In Wahrheit war der Teil von mir, der sich so dringend viel mehr Geld wünschte, ein Schattenaspekt, der sich schwer damit tat, in Beziehungen seinen Raum einzunehmen.

Mein Wunsch nach mehr Geld konnte aus mehreren Gründen nicht in Erfüllung gehen:

Weil es für diesen Teil wichtig war, zu lernen, den eigenen Raum einzunehmen – anstatt sich dieser Herausforderung zu entziehen.

Weil eine Beziehung, in der es keine Kommunikation gibt, kein Aushandeln der unterschiedlichen Bedürfnisse, gar keine Beziehung ist. Oder höchstens eine dysfunktionale. Der Teil, der Verbindung möchte, würde niemals zulassen, dass ich diese durchtrenne. Also war es sozusagen seine Aufgabe dafür zu sorgen, dass mein Geldfluss blockiert wurde, damit das nicht passieren konnte.

In diesem Fall ging es also nur scheinbar um den Wunsch nach mehr Geld. Es ging in Wahrheit darum, eine Bindungsangst zu heilen. Als ich dies erkannte und mich dementsprechend neu ausrichtete, löste sich beides: ich wuchs in meiner Fähigkeit, mich auf das Aushandeln von Bedürfnissen in meiner Beziehung einzulassen – und auf meinem Konto ging eine unerwartete Zahlung ein.

Es ist höchst individuell, was uns motiviert. Was als positive Affirmation bei einer Person wirkt, kann bei einer anderen eine Blockade verstärken.

Wenn wir uns mit bewusster persönlichen Entwicklung befassen, dann stellen wir immer wieder fest, dass es eine tiefere Ebene gibt. Etwas, das hinter unserem bewussten Anliegen liegt. Darum lohnt es sich immer, uns mit unseren Wünschen auseinander zu setzen. Die Arbeit mit Affirmationen ist da ein tolles Werkzeug.

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Wie viele Affirmationen auf einmal?

Mit wie vielen Affirmationen du zugleich arbeitest, hängt ganz von dir ab. Manche Menschen bevorzugen es, eine Sache auf einmal zu tun. Sie beginnen lieber erst mit der nächsten, wenn die erste abgeschlossen ist. Anderen gelingt es besser, eine Aufgabe zu bewältigen, wenn sie mehrere Aufgaben parallel laufen haben.

Meine Empfehlung ist, mit dem zu arbeiten, was in dein Bewusstsein tritt. Unsere Lebensbereiche sind nicht voneinander getrennt. Sobald wir an einer Stelle beginnen aufzuräumen, kommt ganz natürlich auch etwas an anderer Stelle in Bewegung.

Geh es spielerisch an. Dann bekommst du ein Gefühl dafür, was das richtige Maß für dich ist.

Dich nur auf einen Satz zu konzentrieren, kann hilfreich sein – es kann aber auch zu übermäßigem Druck führen. Du kann den Druck herausnehmen, indem du dich ablenkst und deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes richtest.

Andererseits kann es zu Zerstreuung deiner Energie führen, wenn deine ganze Wohnung zugeklebt ist mit Merkzetteln mit Affirmationen.

Praxistipp

Die verschiedenen Räume in deiner Wohnung stehen in Verbindung mit verschiedenen Lebensbereichen und Themen. Suche dir für jedes dieser Themen eine Affirmation, von der du dich in der nächsten Zeit begleiten lassen möchtest. Drucke sie dir aus, oder gestalte dir selbst ein Poster mit der Affirmation. Bringe sie an einer gut sichtbaren Stelle in dem entsprechenden Bereich deiner Wohnung an. Dann fällt dein Blick von alleine darauf, wenn du dich dort aufhältst. So hast du Abwechslung, je nachdem, in welchem Bereich du dich gerade befindest. Gleichzeitig gibt es für jeden Bereich nicht mehr als eine Affirmation, auf der dein Fokus liegt.

Deine Erfahrungen

Hast Du selbst Erfahrungen mit Affirmationen? Teile gerne Dein Wissen, Deine Erkenntnisse und Deine Tipps in den Kommentaren.

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